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Ein Hoch auf euch! Kottenheimer KG feiert durch die Nacht

"Ein Hoch auf euch", das war das Motto, das in Kottenheim am vergangenen Samstag die Jecken durch die Nacht führte.

Kaum hatte sich Dunkelheit über die Vordereifel gelegt, da wurden in Kottenheim die Fackeln entzündet und ein Umzug machte sich auf zum "Platz der Kottemer Fasenacht". Dabei handelte es sich nicht um einen verspäteten St. Martinsumzug, sondern um den stimmungsvollen Rahmen für den närrischen Zapfenstreich zur Verabschiedung zweier alt gedienter Gardisten. Mit Norbert Eich und Bernd Schäfer, die im Gardekorps die Funktion des Kommandanten und seines Stellvertreters innehatten, traten zwei erfahrene Säbelschwinger wieder zurück ins Glied. 1968 dem närrischen Heer beigetreten, arbeiteten sie sich zu den Rängen Feldmarschall und Oberst hoch, brachten Dinge wie die Musterung, den Kinderball und die Rot-Weiß-Blaue Nacht auf den Weg und waren gardeeigene Fotografen und Hüter von Bild-, Film- und Musikarchiven. Zum Abschied spielte ihnen die Schützenkapelle Mendig "Sierra madre", bevor der Weg zum Rednerpult dem nächsten Anwärter auf die Kommandohoheit freigemacht wurde.

Jürgen Krämer trat vor und stellte sich den versammelten Gardisten und anwesenden Närrinnen und Narren als angehenden Kommandant vor, da Norbert Eich ihn als Nachfolger in Amt und Würden auserkoren hatte. Mit einem kurzen Dank an den Himmel, der ein Einsehen mit den Uniformierten hatte und den Regen fernhielt, richtete er das Wort direkt an "seine geliebte Garde". Mit einem kurzen Blick in die Vergangenheit, in der er u.a. auch mit einem Gastspiel als Tanzmajor aufwarten konnte, gab der Rittmeister bekannt, dass es ihn "mit Ehre und Stolz erfülle, Chef dieser tollen Truppe zu werden". Gemeinsam mit Norbert Eich und Bernd Schäfer schritt er anschließend die Front der Gardisten ab und erteilte seinen ersten Befehl. Dieser sollte das Korps im Anschluss an den Zapfenstreich ins Gasthaus "Zum Adler" führen, wo die erste Runde auf Rechnung des neuen Kommandanten gehen sollte. Damit endete der Zapfenstreich und die Schaulustigen machten sich auf zum nächsten Highlight des Abends, nämlich der feierlichen Prinzenproklamation.

Hier stand Thomas Konrad bereits in den Startlöchern, der bereits vor Jahren gemeinsam mit seinen Freunden und heutigen Gefolgsleuten entschied, die finanziellen Weichen zur Realisierung des großen Jeckentraums zu stellen.

Am vergangenen Samstag war es nun endlich soweit! Der Traum fand seinen Weg in die Realität, als bei der feierlichen Prinzenproklamation im Kottenheimer Bürgerhaus aus dem närrischen Nachwuchs der Herrscher über das Jeckenvolk mit Titel "Prinz Thomas II, von de Langhäls" wurde.

Was so mancher seiner Vorgänger auf dem Narrenthron -als Höhepunkt seiner karnevalistischen Karriere sehend- nutzte, um seine aktive Zeit zu reduzieren oder gar zu beenden, ist für den neuen Prinz Karneval samt Hofstaat, bestehend aus den Paginnen Julia Nöthen und Carolin Hohlfeld, dem Herold Marcus Ott, dem Mundschenk David Hilger, dem Finanzminister Max Franzen, dem Hofnarr Sebastian Krämer, den Minister für Klang und Harmonie Bastian Schüller und dem Prinzenführer Alexander Bell, kein Thema. Gemeinsam hoffen sie auf ein lachendes Narrenvolk, das ihre Regentschaft durch eine grandiose Zeit begeleiten wird. Dass die besten Voraussetzungen dafür bestehen, zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre.

Erste karnevalistische Schritte unternahm der heutige Prinz Thomas II. nämlich bereits als Kind. 1994 trat er der Prinzengarde bei und blieb ihr seitdem treu. Auch am jährlichen Rosenmontagsumzug war er in seiner Funktion als Gardist stets beteiligt, was gleichermaßen für seinen Hofstaat gilt.

2008 bis 2010 zog es ihn als Solokünstler in die Bütt, wo er brillierte, bevor er schlussendlich sein karnevalistisches Glück in der Gemeinschaft der "Langhälse" fand. Gemeinsam mit einem Großteil seines heutigen Gefolges, entführte der Prinz das staunende Publikum bis dato zurück in die Schulzeit, gewährte Einblick in den närrischen Krankenhausalltag, fand sich in einer Bühnenkneipe wieder, zeigte Schneid beim Militär und musste die Tücken einer Baustelle vor lachendem Publikum ergründen.

Wer in jungen Jahren bereits einen solchen Lebenslauf aufzeigen kann, für den stellt der Griff nach der Krone nur den nächsten logischen Schritt auf der Karriereleiter dar.

An einen Bruch mit dem Karneval ist bei solchen Herzblutjecken, die auf der Karnevalsbühne im reinsten Sinne des Wortes groß geworden sind, natürlich nicht zu denken.

Wie der Proklamationsabend bereits zeigte, fand mit Prinz Thomas II. Musik Einzug in die heiligen Hallen. Wo Ex-Prinz Bomber I. in der vergangenen Session noch die Pinsel schwang und Farben für sich sprechen ließ, zaubert der jetzige Führer des Narrenzepters bunte Klangwelten. Als passionierter Saxophonist und Organist webt er sonst auch abseits der Fasenacht beeindruckende Tonteppiche und getreu dem Gardistenherz bringt er schon seit Jahren die "Trommel-Felle" zum Schwingen.

Die genannten Instrumente wurden daher von ihm auch in seinen Prinzenorden aufgenommen. Am zurückliegenden Samstag gewährte er jedoch anderen den Vortritt und bot dem staunenden Publikum so manchen musikalischen Höhepunkt. Zumindest sah das Programm es so vor. Doch trotz des Trubels, den eine solche Proklamation mit sich bringt, ließ er es sich nicht nehmen, mit seinem Saxophon und der Big Band "Frei Weg" Mülheim die Stimmung in Eigenarbeit anzuheizen. Auch sein Hofstaat war in dieser Richtung nicht untätig. Bastian Schüller begleitete den Prinz bei seinem Ausflug in die Musikwelt und Hofnarr Sebastian Krämer legte gemeinsam mit dem Amazonenballett eine heiße Sohle aufs Parkett, bevor sich alle wieder dem übrigen Hofstaat auf dem Podest anschlossen.

Als eigentliches Prinzenlied für die Session 2014/2015 wählte Prinz Thomas II. "Ein Hoch auf euch", abgeleitet von Andreas Bouranis Hit "Ein Hoch auf uns".

Die Titelwahl des Jungregenten und insbesondere die kleine Änderung von "uns" zu "euch" spiegeln wieder, dass er die Närrinnen und Narren in den Fokus der kommenden Feste stellt und ihren "Spaß an der Freud" ebenso genießt, wie die Erfüllung seines lang gehegten Traums.

Bescheidener Wunsch des jungen Zepterführers ist darüber hinaus nur "dat am Rosemontag et Sünnche laacht".

Wer gemeinsam mit Prinz Thomas II, seinem Hofstaat und der ganzen KKG eine Session der Superlative erleben möchte, der sollte bereits jetzt die Chance nutzen und sich eine der begehrten Eintrittskarten zu den Kottenheimer Prunksitzungen sichern. Diese sind bereits seit dem 11.11.2014 im freien Verkauf erhältlich.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Onlineerwerb finden sich unter der vereinseigenen Homepage www.kottenheimer-kg.de, oder über den KKG-Partner Ticket Regional.

Kottem Alaaf

17.11.2014 19:33 Alter: 3 Jahre